Ein Verwaltungsvertrag läuft über Jahre. Eine einzelne gewonnene Gemeinschaft trägt deshalb mehr als eine Handvoll Aufträge in anderen Branchen — und rechtfertigt einen Aufwand bei der Gewinnung, den die meisten Verwaltungen nicht betreiben.
Der Weg zur Entscheidung ist lang und kein bisschen spontan
Am Anfang steht selten ein Bedarf, sondern Unzufriedenheit: Abrechnungen kommen zu spät, auf Anrufe folgt nichts, die Versammlung wurde verschoben. Dann sucht jemand aus dem Beirat, holt zwei bis drei Angebote ein, und irgendwann fällt ein Beschluss in der Eigentümerversammlung. Zwischen erster Suche und Vertragsbeginn liegen häufig Monate.
Marketing kürzt diesen Weg nicht ab. Es sorgt für zwei Dinge: dass du im Moment der Suche überhaupt vorhanden bist, und dass du im Moment der Entscheidung noch präsent bist. Der zweite Teil wird fast immer vergessen.
Wonach tatsächlich gesucht wird
Nicht nach „Hausverwaltung“ allein. Gesucht wird nach dem Ort in Verbindung mit WEG-Verwaltung, nach „Hausverwaltung wechseln“, nach „Verwalter abberufen“ — also nach der Situation, nicht nach der Dienstleistung. Das Suchvolumen ist regional klein. Genau deshalb funktioniert der Kanal: Wer so sucht, hat ein konkretes Problem, und die Konkurrenz um diese Begriffe ist überschaubar.
Der häufigste Fehler ist zu breite Ausspielung. Ein erheblicher Teil der Suchanfragen rund um Hausverwaltung kommt von Mietern, die einen Ansprechpartner suchen. Wer das nicht ausschließt, zahlt für Anrufe, die niemandem nützen.
Die Zertifizierung ist ein Verkaufsargument, das kaum jemand nutzt
Seit dem 1. Dezember 2023 können Wohnungseigentümer verlangen, dass ein zertifizierter Verwalter nach § 26a WEG bestellt wird. Ausnahmen gelten für kleine Gemeinschaften mit weniger als neun Einheiten. Von der Erlaubnispflicht nach § 34c GewO ist das unabhängig — die Zertifizierung ersetzt sie nicht, sie kommt hinzu.
Wer die Prüfung abgelegt hat, hat damit etwas, das ein Beirat nachprüfen kann. Auf den meisten Websites steht es trotzdem im Impressum statt dort, wo verglichen wird.
Woran wir dabei arbeiten
- Örtliche Sichtbarkeit. Google-Unternehmensprofil und Suchanzeigen auf einen eng gefassten Radius, mit sauberem Ausschluss von Mieteranfragen.
- Eine Seite, die den Wechsel erklärt. Wie eine Abberufung abläuft, welche Fristen gelten, was beim Übergang passiert. Wer das erklärt, wird angefragt.
- Kontakt über die Wartezeit halten. Zwischen Angebot und Beschluss vergehen Wochen. Eine Erinnerung zum richtigen Zeitpunkt entscheidet häufiger als das Angebot selbst.
- Messung auf die Anfrage. Nicht auf den Vertragsabschluss — sonst schaltest du einen funktionierenden Kanal ab, bevor der erste Abschluss überhaupt kommen konnte.
Wann wir abraten
- Wenn keine Kapazität für neue Objekte da ist. Anfragen, die nicht bearbeitet werden, schaden mehr als sie nützen — in einem Feld, in dem man sich kennt, besonders.
- Wenn die Erwartung Abschlüsse im ersten Monat sind. Der Entscheidungsweg gibt das nicht her.
- Wenn das eigentliche Problem die Leistung ist. Kein Kanal repariert einen Ruf, der aus verspäteten Abrechnungen entstanden ist.